Allgemeiner Marktkommentar und Anlagestrategie Nr. 6


Gastbeitrag von Herrn Ottmar Beck, Vermögensverwalter /Schweiz

Wilen, den 3. Juni 2019

Sehr geehrte Damen und Herren,

Das Ergebnis der Europawahl ist deutlich gegen Europa gerichtet. Das ist ein Problem denn international hat nur Europa eine Stimme und die Stimme der einzelnen Staaten sind bei internationalen Verhandlungen immer mehr irrelevant. Das Ergebnis kann in der Zukunft zu einer stärkeren Schwankung bei den Aktien und zu einem fallenden Eurokurs gegenüber dem Dollar führen. Ein fallender Eurokurs liefert Präsident Trump zusätzliche Argumente für seine Handelsgespräche mit Europa. Rechnen Sie mit steigenden amerikanischen Auto Zöllen. In Deutschland hat die Wahl den Klimaschutz in den Vordergrund gerückt. Dies ist aber ein deutsches Phänomen, denn außerhalb Deutschlands war der Erfolg der Grünen überschaubar.

Geld ist der Treibstoff der Wirtschaft und Geld wird in erster Linie von den Zentralbanken gesteuert.

Diese sehen heute ihre wichtigste Aufgabe darin einen wirtschaftlichen Zusammenbruch wie 1930 und 2008, als die amerikanische Zentralbank Lehmann Brothers in den Bankrott gehen ließ, zu verhindern. Dies zeigt sich im folgenden Chart der über die letzten Jahre den Kurs für Europas Banken aufzeigt.

Hier sieht man deutlich, dass die Zentralbanken immer interveniert haben, wenn dieser Index in den Bereich von 90 gefallen ist.

In 1992 als Deutschland vereinigt und politisch gewollt die Ostmark sehr großzügig in die deutsche Mark getauscht wurde, hat die Bundesbank, die Realzinsen auf ein sehr hohes Niveau steigen lassen. Dies hatte zur Folge, dass Schweden, Großbritannien und Italien den fixierten Wechselkursmechanismus, einen Vorgänger des Euro, verließen. Damals fiel der Index von 120 auf 90.

In 2008 als der Index von 450 auf 90 fiel hat die amerikanische Zentralbank das Quantitative Easing Programm eingeführt und China hat die Wirtschaft massiv mit Krediten angestoßen. In der Folge sind europäische Bankaktien deutlich gestiegen.

Ein wenige Jahre später war Griechenland bankrott und in der Eurokrise ging es um das Überleben des Systems. Der europäische Bankenindex ist damals von ca. 220 auf 70 Punkte gefallen. Der berühmte Satz: „what ever it takes“ von Mario Draghi rettete das System. Danach stieg der Index der auf 150. Als in 2015 die chinesische Wirtschaft schwächere Zahlen lieferte und von einer Abwertung des Renminbi geredet wurde, witterte der Markt die Gefahr einer weltweiten deflationären Krise. Wiederum fiel der europäische Bankindex unter 90. Als Folge davon wurde im Februar 2016 bei dem G 20 Treffen ein Währungs-Agreement beschlossen und die EZB teilte mit, dass sie in Zukunft auch europäische Unternehmensanleihen kaufen wird. Auch daraufhin erholte sich der Index wieder.

Bis Ende 2018 fiel der Index von 140 auf 86. Zu diesem Zeitpunkt beendete die amerikanische Zentralbank die Zinssteigerungsphase und der Bankenindex erholte sich auf 103.

Allerdings ist er jetzt schon wieder mit einem Index- stand von 89 in der Gefahrenzone. Bemerkenswerter Weise werden die Erholungsphase sowohl immer kleiner und als auch kürzer. Geht den Zentralbanken die Munition aus? Sollte der Index in den kommenden Monaten weiter unter 90 bleiben, wird uns mit hoher Wahrscheinlichkeit eine neue Rezession treffen.

Sollte dieses Szenario eintreffen zeigt der folgende Chart von Gluskon Sheff bei welcher Anlagegattung Sie in einer Rezession am besten aufgehoben sind.

Aktien

Die gute Kursentwicklung bei Aktien in den letzten Jahren und die Erholung bei den Immobilienpreisen haben dazu geführt, dass die US-Haushalte ihr Vermögen deutlich gesteigert haben. Dies trifft jedoch nur für einen Teil der Bevölkerung zu. Wichtig sind für die amerikanische Wirtschaft die Ausgaben der Konsumenten. 1967 betrug der Anteil des Privatkonsums an der amerikanischen Wirtschaft 59 %. Jetzt macht er bereits 68 % aus. Er hat damit einen Anteil von zwei Drittel des Bruttoinlandsproduktes. Allerdings trügt der Schein etwas. Denn die Mehrausgaben betreffen einzig die Gesundheitsvorsorge. Werden diese ständig steigenden Kosten herausgerechnet, bleibt der Anteil des Privatkonsums an der Wirtschaftsleistung bei ca. 54 %.

Da das Bruttosozialprodukt insgesamt gestiegen ist,haben sich in Dollar gerechnet die Ausgaben der Verbraucher natürlich deutlich erhöht. Die Zahlen zeigen allerdings deutlich, wie attraktiv die Gesundheitsbranche ist und wahrscheinlich auch in der Zukunft bleibt.

Auf diesen Brief komme ich noch einmal auf den langfristigen Erfolg in Aktien zurück. Der folgende Chart kombiniert das Kursgewinnverhältnis (P/E) mit der folgenden annualisierten zehn Jahresrendite. Die letzte Zahl auf diesem Diagramm betrifft die Periode von 2009-2018. Der Chart zeigt deutlich das inverse Verhältnis zwischen Kurs- Gewinn-Verhältnis und den Anlageerfolg über die nächsten zehn Jahre. Ein diversifiziertes Portfolio, das in einem Jahr mit einem tiefen Kurs-Gewinn Verhältnis gestartet wurde, hat ein Portfolio, das in einem Jahr mit hohen Kurs- Gewinn-Verhältnis gestartet wurde, im Anlageerfolg deutlich übertroffen. Startet eine Dekade mit einer hohen Bewertung, zurzeit liegen wir bei einem Kursgewinnverhältnis von der X, können wir einen Erfolg in der Nähe der historischen Tiefs erwarten.

Allerdings sagt die Bewertung nichts über kurzfristige Bewegungen aus.

Festverzinsliche Wertpapiere

Ein Witz besagt: Man kann die Richtung der Zinsentwicklung über die Größe des Vorsitzenden der amerikanischen Zentralbank voraussagen. Was mich bei dieser Bemerkung überrascht, ist, dass Präsident Trump, der niedrige Zinsen will, den über 1,80 m großen Jay Powell zum Präsidenten der Federal Reserve ernannt hat.

Aufgrund der Zinserhöhungen der amerikanischen Zentralbank hatten wir im letzten Jahr einen Punkt erreicht an dem der Zins auf eine einmonatige amerikanische Staatsanleihe grösser war, wie die Dividendenrendite des S&P500. An diesem Punkt an hat niemand mehr von TINA (There Is No Alternativ) geredet. Zinsanlagen wurden wieder attraktiv.

Wenn wir die Reduzierung der Bilanzsumme der Fed und die neun Zinserhöhungen zusammenfassen, kommen die Analysten auf eine rechnerische gesamte Belastung des Marktes von 3,5 Prozent durch die Fed. Davon haben wir bisher in der Wirtschaft noch nichts gespürt. In der Vergangenheit ist aber auf einen solchen Straffungskurs der Fed immer eine Rezession (grau) gefolgt.

Zu diesem Zinsumfeld kommt, dass die veröffentlichten Konjunktur- und Vorlaufindikatoren auf dem niedrigsten Stand seit 2009 sind.

 

Da der Wirtschaftszyklus dem Fed-Zyklus folgt werden wieder sinkende Zinsen in Amerika und eine Rezession (grau) immer wahrscheinlicher.

Die Rendite zehnjähriger deutscher festverzinslicher Wertpapiere hat inzwischen schon wieder ein neues Tief erreicht. Vielleicht folgt diesmal Amerika Europa.

Langfristige Zinspapiere sind solange sie noch einen positiven Zins abwerfen und die Bonität stimmt nach wie vor interessant.

Schwellenländer

Der Ölpreisanstieg und die Entscheidung von Präsident Trump, die Sanktionen gegen Teheran auszuweiten, schaden vor allem der stark vom Öl-Import abhängigen Türkei. Die Türkei bezieht 27 % ihres Öls und 17 % des Erdgases aus dem Iran. Daher hat sich die Türkei auch sofort gegen das Embargo ausgesprochen. In der Vergangenheit war es auf Sicht von fünf Jahren immer erfolgreich, in der Türkei zu investieren, wenn Sie sich einer Rezession befand und die Lira schwach war. Wir empfehlen daher weiterhin dabei zu bleiben.

Wenn die chinesische Wirtschaft nicht wieder belebt wird, können die Probleme um die finanzielle Stabilität in China wieder in den Vordergrund rücken. Dies trifft besonders die zweitrangigen Banken, da Not leidende Kredite in ihren Büchern besonders weiter zunehmen würden. Der Handelskrieg zwischen den USA und China könnte einen Rückgang des Wachstums in China noch beschleunigt. Dies würde den chinesischen Aktienmarkt nach der Erholung in den ersten drei Monaten dieses Jahres stark treffen

Währungen

Im letzten Brief hatte ich noch geschrieben, dass der US Dollar im Sommer oft zur Schwäche neigt. Doch die politischen Risikofaktoren und der deutlich in die Zukunft verlagerte der Zeitpunkt einer europäischen Zinswende werdenden den US-Dollar auch in den kommenden Monaten unterstützen. Hierzu kommt das zurzeit immer noch bestehende Wachstumsgefälle zu Gunsten der USA. Der Dollar könnte im Verhältnis zum Euro durchaus 1,10 erreichen.

Der SNB-Präsident Thomas Jordan hat kürzlich gesagt, dass die Negativzinsen von heute -0,75 % bei Bedarf noch weiter gesenkt werden könnten. Diese explizite Erwähnung einer möglichen Verschärfung des Negativzins-Regimes kam sehr überraschend. Der Franken ist nach Ansicht der SNB immer noch zu hoch bewertet und notiert handelsgewichtet rund 5 % höher als unmittelbar vor der Aufhebung des Euro Mindestkurses im Januar 2015. Doch die Schweiz braucht keinen zusätzlichen Konjunkturstimulus in Form noch tieferer Zinsen. Daher dürfte die Bemerkung von Thomas Jordan unter dem Begriff verbale Intervention „wir können, wenn wir wollen“ abgelegt werden. Die SNB wird die Zinsen im Moment nicht weiter senken. Allerdings wird sie die Zinsen auch nicht vor der EZB erhöhen.

Rohstoffwerte

Obwohl die Zentralbanken weiterhin Gold kaufen, hat dies dem Preis nicht genutzt. Im ersten Quartal 2019 haben die Notenbanken 145 Tonnen Gold erworben. Das waren 59 t mehr als in den ersten drei Monaten des vergangenen Jahres. Der Ausbau der Notenbank Reserven macht über 80 % des Anstiegs der gesamten Goldnachfrage aus . Dieser Trend wird sich weiter fortsetzen. Im Vergleich der Währungsre- serven haben viele Zentralbanken der Schwellenländer im Vergleich zu den Industrieländern noch eine hohe Untergewichtung in Gold. Zusätzlich stellt Gold eine Diversifikation aus dem US-Dollar da. Gold und Goldminenaktien sind nach wie vor eine interessante Anlage.

Die Gazprom Aktie hat im Mai an einem einzigen Tag über 20 Prozent auf 5,83 Euro zugelegt. Dies war die Reaktion auf die deutlich von 10,43 Rubel auf 16,61 Rubel (circa 23 Cent) angehobene Dividende. in diesem Fall hat sich ausgezahlt, dass wir immer empfohlen hatten, die Aktie aufgrund ihrer niedrigen Bewertungen auch in der schlechten Phase 2016 (2,9 Euro) weiter zu halten(Empfehlung 4,70 Euro 03/ 2014). Bleibt die Dividende auch in Zukunft auf diesem Niveau, wovon wir ausgehen, sollte die Aktie des weltgrößten Erdgasproduzenten, der nach wie vor günstig bewertet ist, auch weiter im Depot verbleiben.

Portfoliostrategie

Da Verluste das langfristige Ergebnis überproportional belasten, sind diese möglichst zu vermeiden. Der nächste Chart zeigt welchen Erfolg wir brauchen um einen Verlust auszugleichen. Je größer der Verlust ist desto höher muss der folgende Gewinn sein um den Ausgleich zu erreichen

Das System funktioniert in beiden Richtungen. Ein Verlust von 30 Prozent kann einen Gewinn von 43 Prozent wieder vernichten. Andersherum benötigt ein Verlust von 30 Prozent einen Erfolg von 43 Prozent, um das Ergebnis wieder auszugleichen.

Wir haben die Kraft Heinz Company am 5. März mit einem Stop Loss Limit von 30 US $ empfohlen. Dieses Limit wurde am 28. Mai mit einem Schlusskurs von 29,06 US $ unterschritten. Dem zufolge haben wir den Wert am 29. Mai mit einem Kurs von 25,77 Euro verkauft.

Die Hornbach Holding AG wird bei der Hauptversammlung am 5. Juli eine Dividende von 1,50 Euro vorschlagen. Die Aktie ist seit Oktober 2017 um bei- nahe 50 Prozent gefallen. Der Umsatz stieg im letzten Geschäftsjahr um 5,3 Prozent. Allerdings stiegen die Personal- und Sachkosten überproportional. Ich traue der immer noch mehrheitlich im Familienbesitz befindlich Gesellschaft zu, dass sie durch Kos- tendisziplin ihre Profitabilität wieder auf das alte Niveau verbessern wird. Die Gesellschaft hat einen umfangreichen Immobilienbesitz und ein Eigenkapital von 50 Prozent. Wir legen ein Abstauber Limit von 40,50 an die Börse.

Es bleibt aber dabei, Vorsicht ist angesagt.

Kurs/Kauf Kurs/Ist Wert- Wert- Wertzuwachs
Euro Euro zuwachs zuwachs Kurs/Verk. nach Realisation
31. Mai in Euro in Prozent Euro in Prozent
Dignity PLC Montag 5.Feb. 18 8,59 Montag 4. Juni 18 11,87 38,26%
General Electric 12,30 Montag 4. Juni 18 11,95 -2,85%
Agnico-Eagle Mines 36,00 39,15 3,15 8,74%
Shire PLC 35,52 Montag 3. Dez. 18 51,40 44,71%
Transocean LTD Montag 9.April 18 8,00 Montag 30. April 18 10,20 27,50%
ANHEUSER-BUSCH INBEV N.V. Montag 4. Juni 18 82,32 Montag 6. Aug. 18 86,73 5,36%
Goldcorp 11,88 Mittwoch 17. April 19 9,92 -16,52%
Agnico-Eagle Mines Dienstag 14.Aug. 18 33,68 39,15 5,47 16,23%
ANHEUSER-BUSCH INBEV N.V. Montag 3. Dez. 18 66,99 Mittwoch 6. März 19 72,47 8,18%
Kraft Heinz Company Mittwoch 6. März 19 29,06 Mittwoch 29. Mai 19 25,77 -11,32%
Newmont Mining Mittwoch 17. April 19 30,26 29,63 -0,63 -2,07%
Hornbach Holding AG Limit 40,50
Totaler Wertzuwachs bei gleich großer Anlage in jedem Titel 11,67%

Mit freundlichen Grüßen

Ottmar Beck

Dax: 11,06% – Euro Stoxx 50 P: 9,30% – SMI: 12,99% – RexP: 1,71% – SBI: 1,43% – Gold(in US$): 3,42%

per 31.05.2019

 Informationen: www.axxion.de

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Allgemeiner Marktkommentar und Anlagestrategie Nr. 5


Wilen, den 6. Mai 2019

Sehr geehrte Damen und Herren,

seit Jahresbeginn sind die Aktienmärkte stark gestiegen: Allein der DAX konnte in den ersten vier Monaten 2019 einen Gewinn von über 16 Prozent erzielen. Allerdings stellt dieser Kursgewinn eine Gegenbewegung zum Rückgang von rund 20 Prozent im vergangenen Jahr dar. Viele Anleger hielten 2018 den Absturz für übertrieben und kauften billig ein.

Nach der deutlichen Steigerung könnte demnächst wieder Kasse gemacht werden, denn die Perspektiven für die Weltwirtschaft trüben sich weiter ein. Die World Trade Organization (WTO) hat ihre Prognose für das Wirtschaftswachstum deutlich von 3,7 auf 2,6 Prozent gesenkt. Auch der Internationale Währungsfonds (IWF) hat seine Wachstumserwartungen reduziert. Grund sind die enormen Handelsspannungen und der Brexit. Vor allem die Hindernisse im Welthandel bekommt der Exportweltmeister Deutschland zu spüren. Allerdings konnten sich die Anleger in den ersten vier Monaten einmal wieder auf die Notenbanker verlassen. Sie haben wegen der aktuellen Entwicklung ihre Zinserhöhungen abgeblasen und deuteten sogar an, die Geldpolitik notfalls wieder zu lockern. Damit haben sie bis jetzt die Märkte im Gleichgewicht gehalten.

Wenn die Wirtschaft läuft, floriert die Transportindustrie. Vielleicht ist das ein Einzelfall, aber JB Hunt, ein großes Speditionsunternehmen in den USA, hat im Rahmen einer Pressekonferenz folgendes Bild gezeigt.

Es ist nicht wohl mehr so einfach, den Laster voll zu bekommen.

Aktien

„Aktien hatten den besten Viermonatsstart der Dekade“: eine Überschrift des Wall Street Journals vor einigen Tagen. Hightech-Aktien haben den Markt mit einem Gewinn von 27 Prozent im S&P 500 angeführt. In diesem Sektor verzeichneten vor allem die Aktien von Halbleiterherstellern die beste Entwicklung. So stieg der Philadelphia Semiconductor Index (SOX) in den ersten vier Monaten um 35 Prozent. Da Halbleiter heute beinahe in jedes Produkt eingebaut werden, ist es nicht ungewöhnlich, dass diese Aktien den Markt sowohl in der Auf- als auch in der Abwärtsbewegung anführen. Was allerdings unverständlich – oder zumindest ungewöhnlich – ist, ist, dass diese Wertsteigerung gleichzeitig mit dem stärksten Absatzrückgang in Jahrzehnten einhergeht:

             Quelle: Meritocracy Capital Partners

Wie Sie der Grafik entnehmen können, sind sowohl in der Rezession 2001/2002 als auch in der von 2008/2009 die Verkäufe von Halbleitern im Quartalsvergleich (gleitender 2-Monats-Durchschnitt) um mindestens 20 Prozent gefallen. In den ersten vier Monaten 2019 fielen die globalen Halbleiterverkäufe um 15,5 Prozent im Vergleich zum vierten Quartal 2018. Dieser Rückgang betraf alle Märkte weltweit:

Amerika:                        –29,2 Prozent

China:                             –14,5 Prozent

Japan:                             –13,8 Prozent

Asien/Pazifik/andere: –10,4 Prozent

Europa:                           –3,15 Prozent

Der 3-Monats-Durchschnitt ist, gemäß der World Semiconductor Trade Statistics (WSTS), im Vergleich zum Höchststand von Oktober 2018 im März um 25 Prozent gefallen.

Diese Zahlen passen zu den Ergebnissen, die in den letzten Wochen von den größten Halbleitergesellschaften veröffentlicht wurden. Sie passen allerdings nicht zur Kursentwicklung der Halbleiteraktien, die wie gesagt während des zweitschlimmsten Umsatzrückgangs in ihrer Geschichte weiter zulegten.

Neben den Zentralbanken sind nach wie vor die Rückkaufsaktivitäten ein Kurstreiber für Aktien.

Gleichzeitig steigt das Schuldenrisiko, da diese Rückkäufe zumeist über Kredite finanziert werden.

Allein in diesem Jahr haben börsennotierte Gesellschaften in den USA Aktien im Wert von 273 Milliarden US-Dollar zurückgekauft und sind dabei, den Rekord von 2018 (1,085 Billionen US-Dollar) zu brechen.

Auch in Deutschland bekommen die Firmen die ab- flauende Konjunktur zu spüren. Im Falle von BASF musste der Vorstand einen Gewinneinbruch (Betriebsergebnis –22 Prozent, Nettogewinn –16 Prozent) für das erste Quartal bekannt geben. Er bleibt aber in seinem Kommentar weiterhin zuversichtlich und geht für 2019 davon aus, den Betriebsgewinn leicht zu steigern. Viel Glück!

Auch die Automobilindustrie übt sich in Optimismus. Olaf Berlien, der Vorstandsvorsitzende der Osram AG, glaubt den offiziellen Statistiken der Autohersteller jedoch nicht. Er rechnet mit einem unerwartet starken Einbruch der Autonachfrage und möglichen längeren Werksferien bei seinen Kunden, den Autoherstellern. Die Prognose der Autoindustrie gibt Juli und August als die stärksten Wachstumsmonate an. Er zweifelt, dass ausgerechnet in der Zeit der Sommerferien die meisten Autos verkauft werden sollen. Er geht für 2019 von einem Rückgang der Automobilproduktion von über 6 Prozent aus. Wegen des sinkenden Autoabsatzes und einer schwächeren Smartphone-Nachfrage hat er die Prognose für 2019 für Osram scharf nach unten korrigiert. Im Ergebnis werden Investitionen gestrichen und Reise- kosten, Mieten und Dienstwagenregelungen in der Firma überprüft. Sollten mehr Firmen diesem Trend folgen, wird sich dies für die Konjunktur negativ auswirken.

So wie die Halbleiterindustrie weltweit eine Schlüsselbranche ist, so ist die Automobilindustrie für Deutschland eine der wichtigsten Branchen. Von einem immer gut informierten Partner habe ich gehört, dass die Auftragseingänge eines großen Automobilzulieferers um 15 Prozent zurückgegangen sind. Die börsennotierte PWO (auch Automobilzulieferer) hat ihre Dividende gekürzt. Insofern wird die Prognose von Herrn Berlien bestärkt. Auch müssen die Autobauer aufgrund des politischen Drucks Milliarden in die E-Mobilität stecken, obwohl immer noch nicht geklärt ist, ob dies die endgültige Lösung ist. Allerdings ist China inzwischen der wichtigste Produzent für Batterien. Der Handelskrieg ist in vollem Gange.

Festverzinsliche Wertpapiere

Im Moment gehen die Marktteilnehmer davon aus, dass die amerikanische Zentralbank für die nächsten Monate die Zinsen nicht weiter erhöhen wird. Dieses Szenario hatten wir in den vergangenen 64 Jahren schon viermal. In der folgenden Grafik sind diese Perioden rot umrandet.

In diesen Perioden hat die Fed nach mehreren Zinserhöhungen die US-Leitzinsen für einige Zeit auf gleichem Niveau gehalten und dann die Zinsen zu Beginn der Rezession (grau) oft dramatisch gesenkt. Dieses Szenario könnte auch in das politische Bild passen. Donald Trump will die nächste Wahl gewinnen. Daher muss die US-Wirtschaft 2020 in guter Verfassung sein. Neue Zinssenkungen durch die Fed wären da hilfreich. Dieses Szenario trifft aber nicht immer zu: So hat die Fed in den 70er und 80er Jahren trotz Rezession die Zinsen nicht erhöht. Und in den grün umrandeten Perioden hat die Fed die Zinsen beibehalten, ohne dass es zu einer Rezession kam.

Das Bild verschlechtert sich allerdings, wenn wir die Differenz (rote Linie) zwischen den Zinssätzen von US-Schatzpapieren mit zehnjähriger und dreimonatiger Laufzeit betrachten. Zumindest hier ist festzustellen, dass in den letzten 50 Jahren jedes Mal, wenn die Differenz negativ wurde, eine Rezession folgte. Ende März haben wir dieses Niveau erreicht. Statistisch hat die Rezession im Durchschnitt zehn Monate nach dem Erreichen des Inversionspunkts begonnen. Daraus kann man schließen, dass die Rezession in den Vereinigten Staaten Anfang 2020 beginnen wird.

Viele Unternehmen haben inzwischen einen hohen Schuldenberg angehäuft und müssen um ihre Bonität fürchten. Viele Anleihefonds dürfen festverzinsliche Wertpapiere nur mit einem Investment-Rating halten. Kommt es zu einer Herabstufung der Kreditwürdigkeit auf Ramsch-Niveau, müssen sie diese Papiere also verkaufen. Das kann den Markt für festverzinsliche Wertpapiere in diesem Jahr unter Druck setzen. So hat Moody`s Ford im letzten Jahr auf Baa3 heruntergestuft. Das ist nur eine Stufe über dem sogenannten Ramsch-Niveau. Das hat vor allem Deutschland zu spüren bekommen: Hierzulande sollen 5.000 Stellen im Rahmen eines Sparprogramms abgebaut werden. Der Markt für Hochzinsanleihen ist vom Volumen her wesentlich kleiner als der Investment-Grade-Markt. Die Herabstufung mehrere großer Unternehmen könnte den Markt also überfordern. Das Investmenthaus Janus Henderson hat eine Liste mit Wackelkandidaten zusammengestellt, unter anderem AT&T, Verizon, GM, Ford und AbbVie. Allein davon hat AT&T mit Anleihen in Höhe von 156 Milliarden US-Dollar mehr als 10 Prozent des gesamten Marktvolumens für US- Hochzinsanleihen ausstehen. Einige der hoch verschuldeten Unternehmen haben erkannt, dass sie sich eine Herabstufung nicht leisten können. Diese Unternehmen verkaufen Unternehmensteile und stecken die Gelder in den Schuldenabbau. Ein Bei- spiel hierfür ist General Electric. Der Schuldenabbau zwingt also einige Unternehmen dazu, Geschäftsbereiche abzustoßen, Mitarbeiter zu entlassen und Standorte zu schließen. Sinkende Investitionen und Entlassungen sind für die Märkte jedoch schlechte Vorzeichen.

Während die Unternehmen versuchen, die Verschuldung in den Griff zu bekommen, macht sich unter den Zentralbankern eine neue Heilslehre breit. Diese moderne Geldtheorie stößt vor allem bei den Linken auf Begeisterung. Denn diese Lehre vertritt die Meinung, dass sich Staaten unbegrenzt bei ihrer eigenen Zentralbank verschulden können. Da Zentralbanken nicht pleite gehen können, können sie alles finanzieren und das ohne Inflation. Voraussetzung ist allerdings: die Verschuldung in der eigenen Währung. Denn ein Staat kann nur bei einer Verschuldung in seiner eigenen Währung nicht pleite- gehen. Sollte sich diese Lehre durchsetzen, werden die Anlagegüter weiter im Preis steigen, aber der soziale Frieden immer mehr infrage gestellt werden. Bereiten Sie sich im Zuge der nächsten Rezession auch in den USA auf negative Zinsen vor.

Wir empfehlen daher, vor allem lang laufende Anleihen wie den ETF auf dreißigjährige US-Treasuries weiter im Portfolio zu halten.

Schwellenländer

Für die Schwellenländer sind im Moment fünf Risikoszenarien denkbar, die die Entwicklung stark negativ prägen würden:

  1. Die US-Konjunktur wächst stärker als erwartet und die US-Notenbank erhöht die Zinsen
  2. US-Präsident Trump löst eine protektionistische Spirale
  3. Innenpolitisch steigt die Enttäuschung in den USA und die Wirtschaft driftet in eine Rezession
  4. Chinas Realwirtschaft geht in einen Abwärtstrend über.
  5. Wegen der hohen Verschuldung kommt es zu einer erneuten Bankenkrise

Die Investition in Schwellenländer ist eine langfristige. Die deutliche Ungleichheit in der Verteilung des Lebensstandards zwischen Industrie- und Schwellenländern muss, sofern wir nicht noch größere Wanderungsbewegungen erleben wollen, zu einer Angleichung der Lebensstandards führen. Das wird zwangsläufig zu einer besseren Wertentwicklung von in Schwellenländern beheimateten Unternehmen führen, da diese Länder nur durch den Export in die Industrieländer ihre langfristige Benachteiligung ausgleichen können. Eine zentrale Rolle wird China spielen, da das Land inzwischen über den größten Auto- und Smartphone-Markt der Welt verfügt und der Renminbi auf dem Weg zur Leitwährung ist. So hat die Bundesbank ihn 2018 in ihre Währungsreserven aufgenommen. 2008 wurden nur 0,5 Prozent des chinesischen Außenhandels in Renminbi abgewickelt. 2012 waren es bereits 15 Prozent. Dieser Anteil soll in den nächsten Jahren auf 50 Prozent steigen. Die Aufnahme und höhere Gewichtung von chinesischen Aktien in diversen Indizes dürfte die Nachfrage nach Aktien aus China also weiter steigern. Das sind zwar nicht mehr als plausible Vermutungen, aber Unternehmen in Schwellenländern und Unternehmen aus Industrieländern mit Produktionsschwerpunkt in Schwellenländern sollte man übergewichten.

Währungen

Noch kurz eine Bemerkung zum US-Dollar. Obwohl ich der Meinung bin, dass der Dollar in einer Krisenzeit, so sie denn kommen sollte, zur Stärke neigt, beginnt jetzt eine saisonal bedingte 6-monatige Schwächephase für ihn:

Aus folgenden Gründen: Viele Investoren sind im US- Dollar übergewichtet und versprühen einen extremen Optimismus. Am wichtigsten ist jedoch die Änderung der Fed-Politik. Kommt es in den USA zu einer Zinssenkung und beendet die Zentralbank ihr Quantitative-Tightening-Programm endgültig, könnte der US-Dollar schwächer notieren.

Rohstoffe

Ähnlich wie im Jahr 2000 halten sich amerikanische Investoren bei Gold und Goldminenaktien merklich zurück und das, obwohl Zentralbanken und Privatinvestoren weltweit am kaufen sind. Ich darf darin erinnern, dass nach dem Platzen der Dot-Com-Blase im Jahr 2000 der Goldpreis um 650 Prozent stieg.

Aufgrund der seit Jahresbeginn steigenden Halbleiter- und FANG-Aktien (Facebook, Amazon, Netflix, Google) haben US-Investoren Gold verkauft (keine Furcht, also braucht man kein Gold), das sie im vierten Quartal 2018 noch über den GLD ETF gekauft hatten (über 80 Tonnen). Auch wurden im Markt in den letzten Monaten wieder hohe Short-Positionen aufgebaut. Kurzfristig haben der Auf- oder Abbau von Short-Positionen im Future-Markt großen Einfluss auf den Goldpreis. Inzwischen halten Spekulanten eine größere Netto-Short-Position als sie im Dezember 2015 bei einem Goldpreis von 1.050 US- Dollar pro Unze gehalten haben. Dieses Mal ist der Goldpreis allerdings nur auf 1.275 US-Dollar pro Unze gefallen. Das heißt für mich: Sollten amerikanische Investoren ihre Goldpositionen wieder aufbauen und die substanziellen Short-Positionen eingedeckt werden müssen (vielleicht bei einem Abverkauf von Aktien), ist es sehr wahrscheinlich, dass die für den Goldpreis wichtige Schwelle von 1.365 US- Dollar pro Unze überwunden wird.

Portfoliostrategie

Historisch betrachtet endeten beinahe alle Zinserhöhungsperioden der Fed in einer Finanzmarktkrise.

Auch das folgende Bild mahnt langfristig zur Vorsicht. Betrachten wir die rollierende 10-Jahres- Wertentwicklung für den S&P500, sind wir laut Goldman Sachs bereits im oberen 94. Perzentil angekommen. Denn auf die Spitzen im Bild (1959 und 2000) folgte eine dreijährige Wertentwicklung von 0 bzw. –27 Prozent. Mit Blick auf die Grafik fällt auf, dass nach langfristigen Anstiegen generell ebenso langfristig niedrigere Wertsteigerungen über die nächsten Jahre folgen.

Es bleibt dabei: Vorsicht empfiehlt sich auch weiterhin.

Kurs/Kauf
Kurs/Ist
Wert-
Wert-
Wertzuwachs
Euro
Euro
zuwachs
zuwachs
Kurs/Verk.
nach Realisation
30. Apr
in Euro
in Prozent
Euro
in Prozent
Dignity PLC
Montag 5.Feb. 18
8,59
Montag 4. Juni 18
11,87
38,26%
General Electric
12,30
Montag 4. Juni 18
11,95
-2,85%
Agnico-Eagle Mines
36,00
36,91
0,91
2,53%
Shire PLC
35,52
Montag 3. Dez. 18
51,40
44,71%
Transocean LTD
Montag 9.April 18
8,00
Montag 30. April 18
10,20
27,50%
ANHEUSER-BUSCH INBEV N.V.
Montag 4. Juni 18
82,32
Montag 6. Aug. 18
86,73
5,36%
Goldcorp
11,88
Mittwoch 17. April 19
9,92
-16,52%
Agnico-Eagle Mines
Dienstag 14.Aug. 18
33,68
36,91
3,23
9,59%
ANHEUSER-BUSCH INBEV N.V.
Montag 3. Dez. 18
66,99
Mittwoch 6. März 19
72,47
8,18%
Kraft Heinz Company
Mittwoch 6. März 19
29,06
29,62
0,56
1,93%
Newmont Mining
Mittwoch 17. April 19
30,26
27,65
-2,61
-8,61%
Totaler Wertzuwachs bei gleich großer Anlage in jedem Titel
14,95%

Mit freundlichen Grüßen

Ottmar Beck

Dax: 16,91% – Euro Stoxx 50 P: 18,15% – SMI: 15,90% – RexP: 0,59% – SBI: 1,43% – Gold(in US$): 1,39%

per 30.04.2019

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Zeitgenössischer Kunstmarkt, eine Verarscherei !!


illEs ist doch erstaunlich, welche Werte einige zeitgenössische Kunstwerke, man kann es auch als bemalte oder beschmierte Leinwände bezeichnen, auf Kunstauktionen erzielen.

Beispiel aus der Frühjahrsauktion von van Ham in Köln mit einem Werk von Max Bill mit dem Titel: „weißes quadrat mit verwanderten Ecken“ (Titel so übernommen wie abgedruckt, kein Rechtsschreibfehler meinerseits).

Jetzt möchte ich den geneigten Leser bitten zu raten, was dieses „Werk“  (212 x 212 cm) auf dieser Frühjahrsauktion erlöst hat?

Diese Leinwand wurde mit einem Schätzpreis von unverständlichen € 60.000 in die Auktion gegeben, erzielt wurde der vierfache Preis von  € 245.000. Für mich stellt sich die Frage, warum ist ein Kunstsammler bereit, für dieses nichts sagende und leicht reproduzierendes Werk einen solch hohen Preis zu bezahlen. Man könnte den Titel umbenennen in verwandertes Geld.

Max Bill hat schöne aber auch für meinen Geschmack …na ja Kunstwerke /Skulpturen geschaffen. Muss man aber deshalb solche hohen Preise für nichtssagende Kunstwerke bezahlen?

Andererseits möchte ich den geneigten Leser wiederum bitten zu raten, für welchen Betrag dieses Werk „Printus“ (90 x 100 cm/ Schriftzug der Firma Printus, Offenburg anders interpretiert in Schwarzwaldfarben) zu haben ist?

 

Dieses sehr farbenfrohe Werk von einem unbekannten Bildproduzenten ist für € 4.000 Euro zu haben.

Anderes Beispiel anhand eines Werkes (130 x 115 cm) von Ralf Winkler, mit dem Titel: Ohne Titel – ich würde es mit „Schmierage“ betiteln! Auch dieses Bild wurde auf der Frühjahrsauktion von van Ham versteigert.

Ein solches Bild ist jedes Kindergartenkind fähig, auch zu malen, wurde aber auf der Frühjahrsauktion von van Ham mit einem Schätzpreis von sage und schreibe € 40.000 in die Frühjahrsauktion gegeben, erzielt wurde – es kann einem die Spucke wegbleiben – ein Auktionspreis von € 135.500.

Schaut man sich weitere Bilder von Ralf Winkler an, könnte man diese Kunst auch als Kindergartenkunst bezeichnen.

Vorschlag: Lasst die Kindergartenkinder solche Bilder malen und in Auktionen geben. Mit den Auktionspreisen könnte man dann die fehlenden Kindergarten- und Kitaplätze bauen.

Jetzt möchte ich den geneigten Leser nochmals bitten zu raten, für welchen Preis dieses Bild mit dem Titel „Burda, Nachrichtenlagune“ (150 x 150 cm) eines unbekannten Bildproduzenten zu haben ist?

Dieses Werk ist ebenfalls für  nur € 4.000 zu haben.

Während für meinen Geschmack die Bilder des unbekannten Bildproduzenten wesentlich mehr hergeben als die bei van Ham versteigerten und oben aufgeführten Leinwände, liegt der Unterschied nur im jeweiligen Bekanntheitsgrad der Künstler und nicht in der Qualität dieser Werke.

Und so könnte man die Liste ohne Ende fortsetzen mit ähnlichen unverständlichen Bildern, welche den zeitgenössischen Kunstmarkt mit Werken mit astronomischen Preisen derzeit überfluten.

Warum bei diesen Werken jeweils so hohe Preise bezahlt werden und das für Werke ohne sinnbildende Stiftung, konnte mir bei van Ham keiner befriedigend beantworten.

Hier scheinen große Marketingmaßnahmen zum Erfolg geführt zu haben, welche die produzierenden Künstler in ein Licht gestellt haben, welche es anscheinend wert war und ist, für solche unverständlichen Bilder solch unverständliche Preise zu bezahlen. Hier könnte man einen Vergleich mit dem Tulpenmanie aus dem Jahr 1637 ziehen oder auch mit den Bitcoins in der heutigen Zeit, letztlich alles heiße Luft. Hinzu kommt ein Lemminge-Effekt nach dem Motto, wenn frühere Werke dieses oder jenes Künstlers so hohe Preise erzielt haben, müssen andere Werke desselben Künstlers ebenso hohe Preise erzielen.

Ob diese Schmierereien auch in Zukunft diese Werte erzielen, ist fraglich, zumal nicht ausgeschlossen werden kann, dass diese hohen Preise getürkt bzw. manipuliert worden waren. Gigantische Vermögensverluste werden sich abzeichnen und nur wenige dieser hochbezahlten Kunstwerke werden als nationales Kulturgut bezeichnet werden können.

Kunst ist Geschmackssache, und Kunst soll auch ihren Preis haben, aber verarschen sollte man sich nicht lassen (bitte um Nachsicht für diese Ausdrucksweise).

Aprospos verarschen. Auf einer Auktion von Sotheby`s wurde ein für meine Begriffe nichtssagendes Bild „Girl with Balloon“ des Street-Art-Künstlers“ Banksy (klingt wie Bankster!) nach einem hektischen Auktionsverlauf (ist witzig anzusehen) für umgerechnete € 1,2 Mio. versteigert, um nach dem Hammerfall des Auktionators durch einen im Bilderrahmen verborgenen Schredder in Streifen bis zur Hälfte geschreddert zu werden.

Wer nun die europäische Sammlerin war, die für dieses Bild € 1,2 Mio auf den Tisch gelegt hat, ist unbekannt. Ebenso wer hinter diesen „Street-Art-Künstler“ Banksy steckt. Dieser stellte diese Aktion auf seinem Instragram-Account in einem Video als geplante Protestaktion gegen den Kunstmarkt dar, ich nehme an gegen die hohen und unverständlichen Preis für dumme Kunst , die auf diesem Markt derzeit gezahlt werden. Eigentlich sollte es ganz geschreddert werden, eine Fehlfunktion im Schredder hätte dies angeblich verhindert. Ob das stimmt, ist fraglich, außerdem möchte ich nicht ausschließen, dass Banksy und seine Truppe zwecks Aufsehenserregung diesen Auktionspreis selbst nach oben gejubelt haben, um mit dieser Schredderaktion seinen Sammlerwert noch mehr zu erhöhen.

Jedenfalls ist dieses halb geschredderte Bild  – wie aus Kunstmarktkreisen zu lesen war – durch diese Aktion jetzt sogar noch teurer geworden, als es der Auktionspreis hergegeben hat. Damit wäre eigentlich der Zweck dieser Aktion, der Protests gegen den Kunstmarkt,  total verfehlt. Ob diese Aktion diesen Protestzweck verfolgte, möchte ich in Frage stellen, hat sie doch den Banksy noch bekannter  und die Preise für seine “Werke” noch mehr nach oben getrieben. Tolle Marketingaktion, man sollte Banksy einen Professorenstuhl für Marketing geben!

Dieses Schrottbild ist nun sogar zu einem Tournee-Star geworden. Erste Station war das Frieder Burda Museum in Baden-Baden, welche das „berühmte Bild im Kontext (?) beleuchten und von einem Symposium begleiten lassen wollte“.  Typisches Fachkunstgeschwafel. Im heute-journal des ZdF wurde sogar die Ankunft in Baden-Baden gezeigt und wie es mit weißen Handschuhen wie ein sakraler Gegenstand aus der Verpackungskiste ganz ganz vorsichtig entnommen wurde. Man kann nur den Kopfschütteln !!

Nächste Station war  einige Wochen später die Staatsgalerie in Stuttgart. Dort wurde es neben einem Gemälde von Rembrandt zur Schau gestellt, allerdings im Gegensatz zu Rembrandt hinter Plexiglas, also wie eine Reliquie präsentiert.

In der Presse konnte man die verklärte Staatsgalerie Chefin Christiane Lange vor diesen beiden Bildern sehen (siehe unten), welche meinte, dass „Banksy mit dem Akt der Zerstörung ein neues Werk geschaffen habe, dass sie in der Tradition der Sammlungsschwerpunkte ihres Hauses sehe“. Künftig sammelt also die Staatsgalerie Müll und das mit Steuergeldern!

 

Ich kann jetzt nur hoffen und wünschen, dass Banksy irgendwann den weiteren Knopf drückt, damit dieses Bild ganz geschreddert wird, um den Kunstfanatikern ihre Dummheit vor Augen zu führen.

 

15. April 2019

Elmar Emde

Autor des Buches “Die strukturierte Ausbeutung”

 




Allgemeiner Marktkommentar und Anlagestrategie Nr. 4


Beitrag von Ottmar Beck, Vermögensverwalter / Schweiz

Wilen, den 2. April 2019

Sehr geehrte Damen und Herren,

weiterhin keine Lösung zur Verhinderung eines ungeordneten Brexit in Sicht, ein Veto des US- Präsidenten, ein auf wirtschaftliche Risiken verweisender EZB-Präsident, weltweit zurückgehende wirtschaftliche Erwartungen und ein schwaches Wirtschaftswachstum in China – all das hätte eigentlich zu einem Rückgang der Aktienkurse führen müssen. Dennoch war die Entwicklung der internationalen Aktienmärkte meistens erfreulich und der DAX erreichte ein neues Jahreshoch.

Wie geht es weiter? Im letzten Jahr, als alle Auguren noch von einem ewigen Boom träumten, kam es zum Jahresende zu einem kleinen Crash und jetzt, wo man oft negative Nachrichten hört, erreicht die Börse einen neuen Höchststand. Wie so oft weiß keiner, was auf kurze Zeit passieren wird. Dies trifft vor allem in Zeiten von wechselnden Meldungen zu – wie immer bei einem Umbruch.

Das Ziel eines jeden Anlegers ist, sein Depot wachsen zu lassen und gleichzeitig sein Kapital zu erhalten. Diese beiden Ziele liegen allerdings konträr zueinander. Gehen Sie für eine höhere Wertentwicklung ein höheres Risiko ein, nehmen Sie mit Sicherheit auch (höhere) Verluste in Kauf. Bevorzugen Sie eine konservative Anlagestrategie, müssen Sie Abstriche an der Rendite machen. Die Crux ist, die richtige Balance zu finden und zu wissen, wann man offensiver und wann defensiver sein sollte. Deshalb ist es wichtig, die langfristige Bewertung der Aktienmärkte zu verstehen. Denn sie sagt zwar nichts über die Wertentwicklung der nächsten zwei Jahre, dafür aber viel über die der nächsten zehn Jahre. Die Marktkonditionen beim Kauf bestimmen aber den Gewinn in den nächsten zehn Jahren.

Aktien

Die folgende Aufstellung zeigt deutlich, dass zumindest der US-Markt nach beinah allen bekannten Bewertungsmaßstäben überbewertet ist. Lediglich jene, die im Zusammenhang mit den niedrigen Zinsen stehen, weisen eine Unterbewertung auf. So wie das Verhalten der Zentralbanken aussieht – auf jeden Einbruch am Aktienmarkt folgt eine Zinssenkung –, wird der längste Haussemarkt der Geschichte wohl nicht mit einem Crash enden. Es sieht eher nach der Methode «drei Schritte zurück, zwei Schritte vor» aus. Nach den Crashs von 2000 und 2008 dürfte das für uns eine neue Erfahrung werden. Ob es tatsächlich zu einem solchen Verhalten kommt, werden wir allerdings erst im Nachhinein feststellen können.

Betrachtet man, siehe Grafik unten, die vier gängigsten Bewertungsmaßstäbe für die reale Rendite des S&P 500 für 2028 ergibt sich kein optimistisches Bild.

Die Grafik zeigt, wie gut die Prognosen zur 10- Jahres-Wertentwicklung des S&P 500 mithilfe dieser Methoden in der Vergangenheit waren. Die runden Punkte zeigen Ihnen, wie die vier Methoden die Entwicklung für die nächsten zehn Jahre sehen. Eines lässt sich zumindest für alle Methoden festhalten: Die Voraussagen liegen weit unter der erwarteten Rendite des S&P 500.

Leider treffen die Bewertungsmaßstäbe keine Aussage dazu, wie sich die Börsenkurse in den nächsten Jahren verhalten werden. So können die Kurse für die nächsten fünf Jahre um ca. 1 Prozent pro Jahr steigen, um dann um 9 Prozent für die nächsten fünf Jahre zu fallen. Daher ist es so schwierig, diese Methoden für die kurzfristige Geldanlage zu nutzen. Für langfristig denkende Anleger sollten diese Indikatoren jedoch zumindest das gelbe Licht aufflackern lassen. Eine voraussichtlich enttäuschende 10- Jahres-Periode in der Zukunft, ist nicht der Zeitpunkt, um eine hohe Aktienquote im Portfolio zu halten. In dieser Zeit ist – so schlecht die Rendite auch sein mag – Diversifizierung angesagt.

Nach dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hat auch das ifo-Institut die Prognose für das deutsche Wirtschaftswachstum kräftig gesenkt. Das Bild für die exportabhängige deutsche Wirtschaft trübt sich ein. Vor allem da die deutsche Wirtschaft maßgeblich von den Exporten des Maschinenbaus und der Autoindustrie abhängig ist. Andererseits sind die Binnennachfrage und Arbeitsmarktzahlen in Deutschland immer noch hervorragend.

Allerdings können wir die guten Beschäftigungszahlen, zumindest nach dieser Statistik der Leuthold Gruppe, auch so deuten: auf Sonnenschein folgt Regen.

Wie maßgeblich die internationalen Märkte für deutsche Firmen sind, zeigen die Zahlen von BMW. Der Nettogewinn sank letztes Jahr um ein Sechstel auf 7,2 Milliarden Euro. Daher will das Unternehmen, selten für große deutsche Aktiengesellschaften, die Dividende von 4 auf 3,50 Euro je Stammaktie kürzen.

Festverzinsliche Wertpapiere

Betrachtet man die momentane Situation an den Finanzmärkten, drängt sich mir leider die Erinnerung an die Kriege im Irak und Afghanistan auf. Beide wurden mit einer enormen militärischen Kraft geführt und in der ersten Runde gewonnen. Aber über eine Ausstiegsstrategie hat wohl niemand vorher nachgedacht. Die Schlacht wurde gewonnen, aber wie es enden wird, weiß niemand. Die Vorgehensweise der Zentralbanken ist ähnlich. Sie haben zwar mit dem Gelddruck- und Zinssenkungsexperiment, das in diesem Ausmaße noch niemand zuvor versucht hat, den Absturz der Märkte und der Wirtschaft erst einmal verhindert, aber einen Plan zum Ausstieg scheint es nicht zu geben.

Die Europäische Zentralbank (EZB) möchte den Wirtschaftsabschwung in der Eurozone nicht schon im Keim ersticken. Die Notenbank hat daher beschlossen, eine für den Herbst avisierte Leitzinserhöhung mindestens bis ins nächste Jahr zu verschieben. Gleichzeitig einigte sich der EZB-Rat auf ein neues Kreditprogramm für Europas Banken, um Finanzierungsengpässe für die Institute auszuschließen. Im Ergebnis wird die Eurozone das erleben, was Japan schon seit 20 Jahren erlebt: Die Zinsen werden sehr lange niedrig bleiben und die Wirtschaft wird nur sehr langsam wachsen.

Auch die folgende Grafik zeigt deutlich, in welcher Situation sich die Zentralbanken befinden. Trotz der immer noch sehr niedrigen Zinsen hat die Zinsbelastung für US-Konsumenten einen Punkt erreicht, an dem der Konsum eingeschränkt werden muss. In der Folge kam es in der Vergangenheit dann meist zu einer Rezession. Jede weitere Zinserhöhung in den USA würde uns der Rezession also ein Stück näher bringen.

Daher plädiert der neue Wunschkandidat von Präsident Donald Trump für einen vakanten Direktorenposten bei der Notenbank Fed für eine sofortige Zinssenkung, und zwar gleich um einen halben Prozentpunkt. Stephen Moore ist Ökonom und Senior Fellow der konservativen Denkfabrik Heritage Foundation. Auch der Chef der Chicago Fed, Charles Evans, sagte am 25. März in einer Rede in Hongkong, dass die Risiken für Negativszenarien wieder sehr groß seien und die Zinsen vielleicht wieder gelockert werden müssten, sofern die Inflation nicht weiter anziehe.

Rohstoffe

März bis Juni sind historisch für den Goldpreis meist eine schlechte Periode. Dafür ist die momentane Preisentwicklung sehr gut.

Auch das langfristige Verhältnis zwischen dem Index Dow Jones Industrial und Gold spricht entweder für eine weitere Erholung des Goldpreises oder für fallende Kurse am Aktienmarkt.

Portfoliostrategie

Wenn Sie 20 Jahre alt sind, kaufen Sie sich einen guten ETF mit niedrigen Kosten, der den Markt ab- bildet. Zahlen Sie die nächsten 30 Jahre jedes Jahr neu ein und Sie erhalten so einen guten Durchschnittskosteneffekt. Wenn die nächste Rezession die Kurse kräftig fallen lässt, zahlen Sie weiter ein und bleiben bei Ihrem Plan.

Aber wenn Sie älter sind, haben Sie weniger Zeit: Sie können nicht Jahrzehnte warten, um einen 50- prozentigen Verlust auszugleichen. Die Zeit wird leider oftmals unterschätzt, da in den meisten Statistiken die Inflation nicht berücksichtigt wird. Wenn Sie 50 Jahre alt sind und beabsichtigen, in den nächsten 15 bis 20 Jahren teilweise von Ihrem Vermögen zu leben, dann schauen Sie sich die folgende Grafik an. Sie macht deutlich, wie lange es unter Berücksichtigung der Inflationsrate gedauert hat, bis Sie Ihre Anlagegelder wieder hatten. Und Inflation ist wichtig, da Sie auch in der Zukunft von Ihrem vorhandenen Vermögen Ihre Einkäufe tätigen müssen. Vereinfacht heißt das: Die Startkonditionen sind wichtig.

Es hat 14 bis 18 Jahre gedauert, um sich von den beiden letzten globalen Finanzkrisen zu erholen. Wenn Sie jetzt 50 Jahre alt sind, sind 64 oder 68 eine lange Pause mit Nullwachstum. Die rosarote Fläche zeigt Ihnen, in welchem Zeitraum Sie mit Ihrem Vermögen im negativen Bereich gelegen haben. 1999 waren die Märkte schon einmal sehr teuer und dasselbe war 2008 der Fall. Es folgte jeweils eine Rezession. Diese hat die Bewertungen wieder zurückgeführt und eine bessere Ausgangslage für die Zukunft geschaffen. Rezessionen räumen den Markt auf und schaffen hervorragende Investmentmöglichkeiten. Da die Märkte wieder teuer geworden sind, gibt es sehr wenige Kaufgelegenheiten und wir müsssen geduldig warten.

Kurs/Kauf Kurs/Ist Wert- Wert- Wertzuwachs
Euro Euro zuwachs zuwachs Kurs/Verk. nach Realisation
29. Mrz in Euro in Prozent Euro in Prozent
Dignity PLC Montag 5.Feb. 18 8,59 Montag 4. Juni 18 11,87 38,26%
General Electric 12,30 Montag 4. Juni 18 11,95 -2,85%
Agnico-Eagle Mines 36,00 38,79 2,79 7,75%
Shire PLC 35,52 Montag 3. Dez. 18 51,40 44,71%
Transocean LTD Montag 9.April 18 8,00 Montag 30. April 18 10,20 27,50%
ANHEUSER-BUSCH INBEV N.V. Montag 4. Juni 18 82,32 Montag 6. Aug. 18 86,73 5,36%
Goldcorp 11,88 10,19 -1,69 -14,23%
Agnico-Eagle Mines Dienstag 14.Aug. 18 33,68 38,79 5,11 15,17%
ANHEUSER-BUSCH INBEV N.V. Montag 3. Dez. 18 66,99 Mittwoch 6. März 19 72,47 8,18%
Kraft Heinz Company Mittwoch 6. März 19 29,06 29,01 -0,05 -0,17%
Totaler Wertzuwachs bei gleich grosser Anlage in jedem Titel 20,19%

Bei Südzucker gab es wieder eine Enttäuschung. Die Gesellschaft gab, wie erwartet, schwache Zahlen für das Geschäftsjahr 2018/2019 und einen einen Ausblick auf das Geschäftsjahr 2019/ 2020 bekannt, das alles andere wie gut war. Davon war die im letzten Monat gekaufte Hybrid-Anleihe von Südzucker negativ betroffen. Es soll ein „Cash Flow Ereignis“ vorliegen. Da offensichtlich der konsolidierte Cashflow der Südzucker AG fünf Prozent der konsolidierten Umsatzerlöse unterschritten hat, wird es an den Zinsterminen Ende Juni, September und Dezember 2019 sowie Ende März 2020 keine Zinsen geben. Die Anleihe hat daraufhin noch einmal deutlich nachgegeben. Ich hatte das nicht erwartet aber damit kalkuliert. Bei dem derzeitigen Zinsumfeld ist die Aussetzung der Zahlung eines Zinses für das nächste oder auch übernächste Geschäftsjahr ärgerlich, aber die Hybrid-Anleihe wurde zu einem Kurs von 79,25 Prozent gekauft. Ich halte die Südzucker AG für nicht Konkurs gefährdet. Die Eigenkapitalquote liegt immer noch bei 50 Prozent. Wenn sich die Zahlen der Firma wieder normalisierten, dürfte der Zuwachs des Kurses der Anleihe den ausgefallenen Zins mehr als kompensieren.

Mit freundlichen Grüßen

Ottmar Beck

Dax: 9,16% – Euro Stoxx 50 P: 12,17% – SMI: 12,44% – RexP: 0,99% – SBI: 2,01% – Gold(in US$): 2,19%

per 29.03.2019

Diese Veröffentlichung dient ausschließlich der Information und stellt weder ein Angebot noch eine Aufforderung zur Abgabe von Kauf-, Verkaufs- oder Zeichnungsaufträgen dar. Sie sind auch keine Entscheidungshilfen in rechtlichen, steuerlichen, wirtschaftlichen oder anderen Belangen. Alle Informationen beruhen auf Quellen, die wir als zuverlässig erachten. Sie dienen lediglich der Information und begründen kein Haftungsobligo. Anlagen können plötzlichen und erheblichen Wertverlusten unterworfen sein, mit der Folge, dass der Anleger möglicherweise nicht den investierten Gesamtbetrag zurückerhält. Bei Aktien bestehen gegenüber festverzinslichen Wertpapieren neben höheren Renditechancen auch wesentlich größere Risiken; ein Totalverlust kann nicht ausgeschlossen werden. Die individuellen Anlageziele, die Finanzlage oder die besonderen Bedürfnisse einzelner Empfänger wurden nicht berücksichtigt. Nutzer, die den Kauf der auf diesen Seiten beschriebenen Wertpapiere in Erwägung ziehen, sollten im Hinblick auf die Ausstattung der Wertpapiere und Risiken, die mit diesen Wertpapieren verbunden sind, vor Erwerb der Wertpapiere die allein rechtlich verbindlichen endgültigen Angebotsbedingungen lesen, die in den endgültigen, offiziellen Verkaufsprospekt, gegebenenfalls aktualisiert durch Nachträge, einbezogen sind. Alleinige Grundlage für den Anteilerwerb sind die Verkaufsunterlagen zu den Sondervermögen. Verkaufsunterlagen zu allen Sondervermögen sind kostenlos bei der Kapitalverwaltungsgesellschaft und der zuständigen Depotbank erhältlich.
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Blinde Banker


 

Deutsche Commerzbank – ohne Worte!

25. März 2019

Elmar Emde

Autor des Buches “Die strukturierte Ausbeutung”