Warum dieser Blog

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Die Finanzindustrie hat sich in den letzten 20 Jahren nach sukzessiver Wiederbelebung des Investmentbankings total verändert. Während man früher der Bank die Ersparnisse gab und die Bank diese in Form von Krediten weiterreichte, erfolgt die Refinanzierung der Kredite im Wesentlichen durch den Verkauf (= Verbriefung) dieser Kredite an Fonds aller Art (Investmentfonds/ Hedgefonds usw.), welche sich andererseits wieder über den Verkauf von Fondsanteilen größtenteils an die Privatanleger refinanzieren. Somit hat sich das Anlagegeschäft als ein sehr kompliziertes entwickelt.

Anlagegeschäft ist ein umgekehrtes Kreditgeschäft. Das ist das Prinzip eines jeden Anlagegeschäftes. Der Anleger nimmt grundsätzlich die Funktion eines Kreditgebers ein, die Vermögensanlage die Funktion des Kreditnehmers. Diesen Grundsatz muss sich jeder Anleger verinnerlichen und ist ein eiserner Grundsatz dieses Blogs und Basis der Kommentierung. Neben der vorhandenen Liquidität muss Sicherheit und nochmals Sicherheit und damit die Nachhaltigkeit im Fokus einer jeden Vermögensanlage stehen. Erst danach dürfen Rendite und zu allerletzt die steuerliche Komponente eine Rolle spielen. Die Finanzindustrie verkauft ihre Finanzprodukte genau in umgekehrter Reihenfolge.

Früher haben die Banken mit ihrer Finanzlogistik die Verantwortung dafür übernommen, dass die Einlagen sicher an gute Kreditnehmer weitergeleitet werden. Heute wird diese Verantwortung mit dem Verkauf des Kredites auf die Käufer von strukturierten Finanzprodukten, zu denen im Wesentlichen die Investmentfonds zu zählen sind, gegen Gebühren übertragen. Damit geht der Anleger grundsätzlich die Option für einen Totalausfall ein, welches in den wenigsten Fällen das Ziel einer Vermögensanlage ist.

Dieser Blog hat sich die Aufgabe gestellt, diesen Auswüchsen der neuen Risikoverlagerungspolitik der Finanzindustrie und den damit verbundenen zahlreichen Möglichkeiten der Benachteiligung der Anleger über hohe Gebühren und Provisionen einen Gegenpol durch Aufklärung zu setzen, da die meisten Anleger aufgrund ihrer Berufsausbildungen außerhalb des Finanzsektors und der damit fehlenden Finanzexpertise einfach nicht in der Lage sind bzw. sein können , diese Komplexität richtig einzuordnen und zu durchschauen. Hierbei stützt sich die kritische Definition auf das Buch des Herausgebers mit dem Titel „ Die strukturierte Ausbeutung“.

Kritische Sachbeiträge und Erfahrungsberichte sowohl des Herausgebers als auch der geschädigten Anleger, die hier auch die Gelegenheit haben, ihre „Anlage-Geschichte“ auf diesem  Blog zu schildern (siehe auch Konzept), sollen andere und unbedarfte Anleger von dieser negativen Erfahrung evtl. abzuhalten.

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