Elon Musk haut mal wieder mächtig auf den Putz!

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In den letzten Wochen hat Elon Musk mal wieder Schlagzeilen produziert. Warum? Weil er dringend Geld benötigt, um auf dem KI Markt mit u.a. google, Microsoft  OpenAi mithalten zu können, welche insgesamt  US$ 600 Milliarden in neue Rechenzentren investieren wollen. Problem hierbei ist der enorme Kapital- und Energiebedarf für solche Rechenzentren, verbunden mit dem dadurch entstehenden Umweltproblemen. Dieses notwendige Kapital will er sich über einen Börsengang von SpaceX in einer Holdingstruktur zusammen mit xAI und evtl. X (vormals Twitter) , welcher einen Umfang von US$ 50 Milliarden (Musk reichster Mann der Welt????)  einnehmen soll, Dieser Börsengang wäre somit  der größte jemals durchgeführte (typisches Superlativ von Musk).

Und wie macht das Musk? Letztlich wie er es immer gemacht hat.

Stufe 1:

Er kreiert eine Story, sei sie technisch noch so schwierig umsetzbar, wie z.B. die Mars – Story, welche mittlerweile auf eine Mondmission zusammengeschrumpft ist und die in den Bereich einer Science-Fiction-Story gehört, da es die nach seinen Vorstellungen notwendigen  technischen Voraussetzung noch nicht gibt. Musk benötigt solche Stories als “Visionär”, die auf den ersten Blick, insbesondere für seine Glaubensbrüder und -schwestern, plausibel erscheinen.

Die aktuelle Story fußt auf seiner Absicht, über 1.000 Rechenzentren mit jeweils großer Leistung in den Orbit rund um die Welt  mit seinen SpaceX Raketen zu transportieren, um dort über Solarmodule die hierfür notwendige, aber reichlich vorhandene Sonnenenergie für diese Zentren nutzen  zu können.

Das klingt für einen unbelesenen Investor zunächst gut, scheint  das Kühlungs- und Energieproblem der Rechenzentren zu lösen, da sie im Orbit aufgrund der dort herrschenden Kälte gut gekühlt werden können und schont zudem die Umwelt auf der Erde. Lässt man allerdings Fachleute zu Wort kommen, sieht es ganz anders aus.

Und da taucht dann schon die erste Skepsis auf, wenn man einen der seriösen Fachleute wie Herrn Enrico Stoll, Professor für Raumfahrttechnik an der TU Berlin dazu befragt. Die Probleme sind folgende:

  • Zuerst muss geprüft werden, wie viel Energie sich im Orbit hierfür wirklich erzeugen lässt und
  • wie hoch die Kosten zum Aufbau einer solchen Infrastruktur insgesamt sind, die dürften immens sein und in die Billionen US$ gehen.
  • Herkömmliche Server sind im Orbit auch aufgrund der kosmischen Strahlung nicht einsetzbar und müssen daher strahlungstolerant (und deutlich teurer) sein, d.h. die Schaltkreise  müssen speziell gehärtet  werden, sonst drohen Bitfehler und Ausfälle mit der Folge, dass die bisherigen Chips im Orbit deutlich langsamer sind , als auf der Erde..
  • Die Systeme müssen permanent u.a. mit Ersatzkomponenten  gewartet werden, was immense Starts von Schwerlastraketen (derzeit immer noch in der Erprobungsphase)  notwendig macht. Bei 1.000 Rechenzentren im All ist das eine extremer Cash-burner, den man zahlenmäßig nicht benennen kann.
  • Hinzu kommt ein Netz von Bodenstationen mit entsprechendem (teuren) Personal.
  • Sonnenlicht gibt es im Orbit im Überfluss, doch die Kühlung der Server ist dort nicht so einfach. Dort kann die Wärme nur über Strahlung abgeführt werden, was technisch sehr aufwendig ist.
  • In der geplanten Umlaufbahn, die sich weiter weg von der Erde befindet, gibt es deutlich weniger Weltraumschrott, aber dafür steigt der Aufwand für die Kommunikation mit der Erde, die Rechenzentren sind somit ggü. denjenigen auf der Erde recht träge.

Das sind alles riesige Probleme und wären  ein Cash-Monster in US$ Billionenhöhe, anders ausgedrückt, ein Fass ohne Boden und würde ständige Finanzierungsrunden bedürfen ohne ein absehbares Ende.  Somit kann man schon jetzt davon ausgehen, dass diese US$ 50 Milliarden aus dem vorgesehenen Börsengang keineswegs reichen werden.

Ob mit der KI aufgrund der sich abzeichnenden Konkurrenzsituation, der sich auch Tesla mit Blick auf alle Autohersteller, insbesondere in China nun stellen muss, dann wirklich große Gewinne zur Deckung dieser immensen Kosten erwirtschaftet werden können, muss noch abgewartet werden, zunächst sieht es nicht danach aus.

Zu dieser Science-Fiction-Story gesellt sich noch die Vision von Musk, dass die Handys künftig direkt mit dem Satelliten ohne irgendwelche Funkmasten kommunizieren können. Damit will Musk den Mobilfunk weltweit möglich machen, wofür er 1 Million Satelliten in den Orbit schießen würde. Auch hier gibt es enorme Probleme, die derzeit nicht lösbar sind, aber Musk traut man ja die Lösung eines jeden Unsinns zu.

Das sind die Science-Fiction-Stories, mit der er wiederum das Geld seiner Anhänger locker machen will für den vorgesehen Börsengang über US$ 50 Milliarden. Untermauern will Musk dies durch eine Neustrukturierung seiner Unternehmen durch Schaffung einer Holdingstuktur.

Diese Holding soll zunächst die Anteile von SpaceX und xAI, später evtl auch die  von X übernehmen. In einer solchen Holding werden dann die Firmenwerte auf der Aktivseite aufgeführt, auf der Passivseite erscheint dann u.a. das Kapital, deren Höhe hängt dann wiederum ab von einer Bewertung der Anteile von SpaceX und xAI, welche als so genannte Sacheinlage Eingang in die Holdingbilanz finden.

Wie aus der Presse zu entnehmen war, wird der Firmenwert von SpaceX nach Angaben von Musk auf 1 Billion US$ geschätzt, das war vor einer Woche. Mittlerweile macht jetzt lt. Handelsblatt ein Firmenwert von US$ 1,5 Billionen die Runde, ich will nicht ausschließen, dass daraus bald 2, 3 oder vielleicht sogar 4 Billionen US$ entstehen, je nach Bauchgefühl von Musk. Auf welcher Basis  diese fulminanten Werte zustande gekommen sind , bleibt im Ungewissen. Eine Bilanz mit GuV wurde bisher nicht veröffentlicht. Alle Presseberichte geben weiterhin nur Schätzungen ab.

Für das in 2023 gegründete  KI – Unternehmen xAI, welches nach Presseberichten (Bilanz inkl.GuV wird auch hier nicht veröffentlicht) bei einem nicht nennenswerten Umsatz pro Monat rd. 1 Milliarde US$ verbrennen,  soll nach mehreren Finanzierungsrunden, US$ 250 Milliarden wert sein.  Dieser Wert errechnet sich auf Basis des von Musk vorgegebenen Unternehmenswertes. Wird dieser Preis dann bezahlt, wird dieser Unternehmenswert dann “als auch vom Markt akzeptiert ” dargestellt.  Allerdings waren die maßgeblich Investoren  die Unternehmen SpaceX und Tesla, mit anderen Worten, man hat damit den Wert mit eigenem Geld nach oben gepuscht ohne eigentliche Substanz dahinter, wiederum ein Lehrstück der unseriösen Finanzakrobatik von Musk.

Sollte dann noch X (vormals Twitter) ein Asset dieser Holding werden, wird diese Struktur noch verrückter. X wurde von Musk für US$ 44 Milliarden gekauft und vom Markt genommen. Zwischenzeitlich hat  dieses Medium bei einem Umsatz von US$ 3 Milliarden durch die abstrusen politischen Aktivitäten von Musk und sehr kritischen Algorithmen (GROK) massiv an Wert verloren, man spricht zwischenzeitlich von einem Wert von unter US$ 12 Milliarden  minus x, so dass hohe Abschreibungen notwendig werden, welche in einer Holdingstruktur wunderbar aufgefangen werden können.

Was aber macht nun Musk, er kreiert einfach ein Bezugsverhältnis  und schwuppdiwupp ensteht aus diesen Cash-Burner eine Firmenwert von US$ 77 Milliarden.

Kurzum, mit diesen aufgeblasenen Firmenwerten lässt Musk eine aus Luftnummern/Luftbuchungen  entstandene Holding sehr stark erscheinen, welche seine treuen Fans und Investoren erleichtert aufnehmen werden und vergessen dabei ihr Risiko-Hirn – falls überhaupt vorhanden  – einzuschalten.

Musk hat schon so vieles versprochen und nicht eingehalten. Seine Boring Company fristet ein unrühmliches Dasein, seine Robotaxis sind mit vielen Fragezeichen zu versehen und sollten schon längst auf der Straße sichtbar sein und sein Humanoid-Roboter ist eine Lachnummer, vermutlich im Hintergrund gesteuert usw. usw.

Aber für die oberflächlichen US-Amerika-Investoren  ist er ein Star,  wie so viele Betrüger auf diesem Kontinent. Jeffrey Epstein war auch ein Star in den Kreisen der US –High-Society. Je aufgeblasener man sich gibt, umso profitabler für die eigene Kasse, was der US-Präsident derzeit täglich zum Besten gibt.

Elon Musk spielt wieder auf der Klaviatur von Science Fiction Stories, welche aber  in den heutigen Zeiten nicht umsetzbar sind und nur den einen Zweck erfüllen, seinen Fans das Geld aus den Taschen zu ziehen. Das wird nicht gut gehen.

Anmerkung: viele in dieser Analyse aufgeführten Daten wurden aus einem Kommentar  vom 8.Februar 2026 in der Welt am Sonntag und aus einer Analyse des Handelsblatts vom 1.3.2026 entnommen.

Ohlsbach , den 1. März 2026

Elmar Emde

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