Sehnsucht nach Frieden und Wohlstand

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Dieses Bild des Malerpoeten Matthäus Schiestl (1869 -1939) ist entstanden um 1918/19, in einer Zeit, in der Europa aufgrund der schrecklichen Auswirkungen des 1. Weltkrieges ausgebrannt darniederlag. Es symbolisiert eine Sehnsucht nach Ruhe, Frieden, Harmonie und einer hellen und strahlenden Zukunft. Matthäus Schiestl hat dieses Gefühl zu seiner Zeit Anfang des 20sten  Jahrhunderts, in der sich die Menschen nach einer heilen Welt sehnten, in vielen seiner Gemälde mit herrlichen Landschaftsbildern, u.a. versehen mit einem religiösen Touch (die Kirchen waren seine Hauptauftraggeber)  wunderbar wiedergeben können.

Letztlich sind das alles Attribute, welche in der DNA eines jeden Menschen stecken und die der Menschheit letztlich die Zivilisation gebracht haben. Allerdings kann man diese Attribute bei allen Autokraten und engstirnigen Nationalisten nicht entdecken.

Angefangen von Jesus Christus, den viele auch als Philosophen ansehen, welcher mit dem neuen Gedanken der Nächstenliebe dem Leben eines Menschen wieder einen hohen Stellenwert gegeben hatte. Davor war das Leben eines Menschen, insbesondere das der niederen Stände der Gesellschaft, keinen Pfifferling wert. Letztlich war das auch ein Grund für die Christenverfolgung im Römischen Reich, da die christliche Lehre an der Ideologie des Römischen Reiches gekratzt hatte.

Die Vertreter der katholischen Kirche haben dann in der Folgezeit diesen Gedanken völlig aus den Augen verloren und nutzten – wie auch alle anderen Religionen der Welt – die Religion als Vorwand für ihre  Machtspielchen in einem diktatorischen Mantel,  und das blasphemisch und vermeintlich noch im Namen eines Gottes, völlig aus. Schlachten und Eroberungen ohne Ende, verbunden mit einem großen Leid von Millionen Menschen, und das im Namen eines Gottes, waren die Folge. Verfolgung Andersdenkender, Verfolgung der Juden in vielen Länder sowie Hexenverbrennungen im großen Stil lasten immer noch auf dem historischen Buckel der Kirchen. Die zivilisatorische Entwicklung stockte und wurde nur durch das Schwert bzw. dem Recht des Stärkeren sowie einem verbrämten Aberglauben bestimmt.

Ende des 17. Und 18. Jahrhunderts begann die Aufklärung und ließ die Zivilisation der Menschheit sukzessive wieder an Kraft gewinnen, was aber nicht die Kaiser und Könige daran hinderte, eigene Machtinteressen über abscheuliche Kriege weiter durchzusetzen und zu führen.

Der verehrte (?) Napoleon stürzte Europa in einen 20 jährigen Krieg mit vielen hunderttausende von toten „Helden“, die nach offizieller Lesart  für das Vaterland ihr Leben gaben, dienten diese Kriege aber zu nichts anderem als der persönlichen Eitelkeit und der Befriedigung dem daraus folgenden  Machthunger von Napoleon.

Kriege beherrschten danach unverändert das 19. Jahrhundert. Im 20sten Jahrhundert öffneten endlich zwei fürchterliche Weltkriege in Europa  mit  rd. 82 Millionen Toten (wie viele mögliche Mozarts, van Goghs usw. wurden da verschleudert?)  die Augen der Menschen und bescherten seit 1945 zumindest überwiegend in Europa eine segensreiche Friedenszeit mit einem Anwachsen des Wohlstands..

In der Nachbetrachtung muss man auch feststellen, dass alle Kriege grundsätzlich von Kaisern, Königen, Diktatoren und Autokraten, letztlich alles engstirnige und allein bestimmende Nationalisten, ausgelöst wurden. Insbesondere die Könige, Zaren und Kaiser, denen man den Zusatz “…der Große” gab, waren nichts anderes als menschenverachtende Menschenschlächter.

Aber wie sieht die Situation heute aus?

Vor der Haustür in Europa tobt seit über 3 Jahren ein fürchterlicher Abwehrkampf der Ukrainer gegen den Aggressor Russland, welcher von  einer diktatorischen Figur namens Putin ohne Not aus rein imperialistischen Gründen los getreten wurde. Mit ständigen Raketen- und Bombenangriffen terrorisiert und massakriert er die ukrainische Zivilbevölkerung und lässt sich das noch vom Oberhaupt der russisch-orthodoxen Kirche, ein ehemaliger KGB-Agent, religiös bestätigen.

Diese orthodoxe Witzfigur mit dem Kreuz auf seinem Hut, spricht alle Soldaten, die in der Ukraine gekämpft haben, von ihren dort begangenen Sünden frei und heizt damit das grausame Spiel der russischen Soldaten in den besetzten Gebieten in der Ukraine noch mehr an. Vergewaltigungen von Frauen und Männern und deren Ermordung werden daher von höchst religiöser russisch orthodoxen Stelle genehmigt, ja sogar gefördert.

Was ist das den für eine Religion, die von dem Mörder und Kriegsverbrecher Putin letztlich geleitet wird.

Das erinnert an die Zeiten des Mittelalters, in der dieser Putin anscheinend stehen geblieben ist bzw. Europa wieder dahin zurückführen will.

Seit einem Jahr haben wir es zudem noch mit einem narzisstischen, überaus eitlen, ungebildeten, machtbesessenen, Demokratie demolierenden, kriegstreiberischen und  keine Grenzen des Anstands kennenden  amerikanischen Präsidenten zu tun, der diesen Mörder und Kriegsverbrecher Putin noch hofiert, dessen Narrative nachgeplappert und somit das Sterben in der Ukraine und weltweit  noch weiter gefördert hatte.

Ist diesem alten Mann immer noch nicht aufgegangen, dass Putin überall dort, wo es Kriege und Krisen gibt, seine Finger im Spiel hat bzw. diese Krisen und Kriege noch fördert.

Angefangen mit den diversen Krisen im Nahen Osten, allen voran mit dem Gazakrieg, der an einem  7. Oktober (= Putins Geburtstag) von der Hamas los getreten wurde, oder die Bürgerkriege in Afrika, wie in Somalia und  im Sudan  mit Putins Söldnern usw. usw.

Hinzu kommt noch, dass dieser Trampel der Weltwirtschaft mit seinen eratischen Zöllen den Grundstein für den Niedergang der Wirtschaft in der westlichen Welt inklusive der USA bzw. in den freiheitlich demokratischen Ländern legt und damit dem wirtschaftlichen Zwerg Russland alle Mittel in die Hand gibt, seine Macht brutal weiter auszuweiten und das menschenunwürdige russische Gesellschaftssystem weltweit verbreiten zu können.

Es ist eigentlich unverständlich, warum sich ein amerikanischer Präsident, welcher der größten Militär- und Wirtschaftsmacht der Welt vorsteht, sich so von einem wirtschaftlichen Zwerg so an der Nase herumführen lässt und das schon seit Monaten. Und Russland wird ein wirtschaftlicher Zwerg bleiben, da es seine volle Wirtschaftskraft in die Produktion von Schrott = Militärgüter steckt.

Putin kann anscheinend nichts anderes als Kriege und  Sabotageakte à la KGB zu führen.

Man kann sich auch nicht des Eindrucks verwehren, dass der amerikanische Präsident Trump ein Werkzeug Putins ist und ihm nacheifern will. Seine verrückten Dekrete weisen bereits den Weg in eine Autokratie à la Putin, womit er die Checks and Balances  sukzessive und genüsslich aushebelt.

Die sehr umstrittenen Einsätze der Nationalgarde in Los Angeles und jetzt in Washington sind meines Erachtens die Blaupausen dafür, um die Midterm-Wahlen im Herbst 2026 aufgrund eines konstruierten Notstandes außer Kraft zu setzen, um dann als demokratischer König gekürt zu werden.

Trump will auf Biegen oder Brechen den Friedensnobelpreis unbedingt bekommen, das Leid der Menschen ist ihm völlig egal. Den wird er allerdings mit seiner äußerst dummen autokratischen Politik à la Sonnenkönig Ludwig der XIV, die weltweit Konflikte schürt,  hoffentlich nie bekommen, es sei denn, er legt für Norwegen einen überaus hohen Zollsatz fest, um damit das Norwegische Nobelkommitte zu erpressen.

Mit Putin und Trump verschiebt sich für die Welt der Traum nach Frieden und Wohlstand in weite Ferne.

Kriege, wenn nicht sogar der 3. Weltkrieg, sind unverändert wenn nicht sogar verstärkt im Bereich des Möglichen,  wenn man die hoch gerüsteten Verbündeten von Putin wie China, Iran und Nordkorea, alles Kriegstreiber und äußerst brutale Autokratien, hierbei mit einbezieht. Fügt man zu diesen noch das autokratische Verhalten von Trump, welcher  Kanada, Grönland und Panama in das US-Staatsgebiet einverleiben will, hinzu, dürfte diese Analyse nicht all zuweit hergeholt sein.

Ohlsbach, den 13. August 2025

Elmar Emde

 

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