Was sind das für Analysten bei Barclays????

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Gestern verlor der Aktienkurs der Commerzbank mehr als 6%  aufgrund eines negativen Analystenkommentars der britischen Großbank Barlays.

Lt. Handelsblatt bemängelten die Analysten von Barclays, dass die Commerzbank weniger Kapital als der breite Branchendurchschnitt generiere. Zudem gebe es ein größeres Risiko bezüglich des Zinsüberschusses in diesem Jahr, der zu hoch prognostiziert worden wäre.

Außerdem – und das ist der Analystenknaller – seien die geplanten Kapitalausschüttungen enttäuschend.

Auf der einen Seite wird bemängelt, dass die Commerzbank zu wenig Kapital generiere, d.h. letztlich zu wenig Kapital ausweisen kann und zudem mit einem geringeren Gewinn in 2023 und 2024 gerechnet werden muss. Auf der anderen Seite findet Barclays die Kapitalausschüttungen enttäuschend, somit zu gering.

Man kann bei dieser Analyse nur den Kopf schütteln. Mir scheint, dass das Analystenteam der Barclays immer noch nicht die Funktion eines Kapitals bei einer Bank ermessen kann bzw. die Auswirkungen von Kapitalausschüttungen nur begrenzt in Bezug auf den Aktienkurs sieht und nicht mit Blick auf ein seriöses Wirtschaften.

Gerade bei den aufgezeigten “enttäuschenden” Gründen müsste die Commerzbank das Thema Kapitalausschüttung und damit Reduzierung des Eigenkapitals sowie Reduzierung der Vorsorge für schlechte Zeiten vollends streichen

Aktienanalysten befeuern mit ihren permanenten Forderungen nach Kapitalausschüttungen nur den kurzfristigen Aktienkurs, langfristige negative Auswirkungen – dann auch auf den Steuerzahler – sind diesen völlig fremd.

Fazit: diese Analyse gehört in den Papierkorb

Ohlsbach, den 6.9.2023

Elmar Emde

 

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