Grundsteuererhöhung droht!

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Grundsteuererhöhung droht

Ein weiterer Griff in die Taschen der Bürger droht durch eine Grundsteuererhöhung.

Es ist zum Davonlaufen. Schon wieder wird an einer Steuererhöhung gebastelt, nämlich an der Erhöhung der Grundsteuer. Begründet wird das damit, dass die Grundsteuer auf der Grundlage von Werten aus dem Jahr 1964 (im Westen) und 1935 (im Osten) erhoben werden.

Da sich seitdem die Preise regional und lokal unterschiedlich entwickelt haben, wäre nicht mehr sichergestellt, dass Gleiches gleich besteuert wird.

Hierzu muss daran erinnert werden, dass eine Grundsteuererhöhung nicht nur die Wohlhabenden in dieser Republik trifft, sondern alle Mieter, da die Grundsteuer umgelegt werden kann, und somit eine Steuererhöhung auf breiter Front für alle darstellt.

Wenn man aber beklagt, dass sich diese Besteuerungsgrundlagen auf alte und überholte Werte stützen, dann sollte man auch den Wert des Einkommens, bzw. die Einkommensgrenze, ab da der Bürger den Höchststeuersatz zu berappen hat, auch dem gegenwärtigen Preisniveau angleichen.

Vor etwa 60 Jahren lag diese Einkommensgrenze bereits bei € 58.000, jetzt liegt sie bei nahezu  € 53.000 und müsste eigentlich somit preis- und inflationsbereinigt bei etwa € 1,5 Mio liegen. Die Einführung einer solchen Grenze, wäre eine echte Steuerreform, aber mir fehlt der Glaube dazu. Eine solche Steuerentlastung muss ja stets durch andere Einnahmen neutralisiert werden, damit der Status quo der Ausgaben erhalten bleibt.

Diese Neuregelung oder im Politikerdeutsch „aufkommensneutrale Reform der Grundsteuer“ bedeutet nichts anderes als eine weitere Steuererhöhung.

Haben wir nicht schon genug Steuern zu bezahlen?

25. September 2016

Elmar Emde

Autor des Buches “Die strukturierte Ausabeutung”

siehe auch www.emde-fiveko.de

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