Höchststeuersatz ab € 60.000 ein Treppenwitz!

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Die Vorschläge aus dem Wirtschaftslager der CDU, den Höchststeuersatz ab einer Einkommensgrenze von jetzt nahezu € 53.000 auf nunmehr € 60.000 anzuheben, kann nur als Treppenwitz angesehen werden.

Diese Herren möchte ich daran erinnern, dass diese Einkommesgrenze mit € 58.000 schon seit 1958, also vor rd. 60 Jahren, im Wesentlichen Bestand hat und heute unter Berücksichtigung der Inflation und der gestiegenen Lebenshaltungskosten eine Höhe von mindestens  € 1,5 Mio betragen müsste.

Einen ledigen Handwerker oder sonstigen Gewerbetreibenden, der genau € 60.000 (oder jetzt rd. 53.000) verdient, kann man letztlich nur bedauern. Mit Soli und Kirchensteuer würden ihm dann 47%  vom Finanzamt einfach weggenommen, mit dem Rest müsste er dann noch seine Krankenkasse und sonstige Versicherungsbeiträge  nebst Lebensunterhalt bezahlen. Für Investitionen in Werkzeuge und Maschinen bliebe nichts mehr übrig.

An dieser einfachen Rechnung sieht man aber wieder, wie unwissend und blauäugig unsere Politiker in Sachen Steuerbelastung sind, die sich dieser Steuerrepression nicht unterwerfen müssen.

Diese Einkommensgrenze für den höchsten Steuersatz ist somit ein Killer für den Mittelstand und wird zu Entwicklungen führen, welche den Populisten starken Auftrieb geben werden.

Warum die Bürger sich dieser Ausbeutung nicht widersetzen, ist unerklärlich und bedauerlich.

10. August 2016

Elmar Emde

Autor des Buches “Die strukturierte Ausbeutung”

Siehe auch www.emde-fiveko.de

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