Geldwäscheaffäre Deutsche Bank

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Man verliert den Überblick: Die Affären und Skandale der Deutschen Bank mehren sich.

Mit diesem Satz kommentiert Herr Frühauf in der FAZ die neuerliche Affäre bzw. die Verwicklungen der Investmentbank-Sparte der Deutsche Bank in der kürzlich bekannt gewordenen Geldwäsche-Affäre in Russland/ Moskau, in der Schwergewichte der Deutsche Bank wiederum verwickelt sein sollen und welche den neuen Chef der Deutsche Bank dazu bewogen hat, zum Rückzug des Investmentbankings aus Russland zu blasen.

Und wieder waren es die  Investmentbanker, als hätten diese bei der Deutsche Bank nicht schon genug Schaden angerichtet und diese Bank an den Rand des Ruins gebracht. Man kann nur hoffen, dass dieser Rand nicht nachgibt und durch das Gewicht der vielen und schon nicht mehr überblickbaren  Affären abbricht.

Allerdings muss man sich nach den vielen Skandalen und kriminellen Betrügereien, welche anscheinend das Geschäftsprinzip des Investmentbankings darstellen, die Frage stellen, wann begreifen  allen voran die Ökonomen der Welt, die Wirtschaftspresse und die Politik endlich den Zusammenhang zwischen den vergangenen Krisen und den von den Investmentbankern geschaffenen Instrumenten inklusive der damit geschaffenen Kultur, welche diese Krisen befeuert haben und immer noch befeuern und Banken (u.a. Deutsche Bank), Länder (Griechenland) und Regierungen aller Kategorien zum Wanken gebracht haben.

Wann begreifen diese Institutionen endlich, dass nicht China, Griechenland oder die wirtschaftliche Situation in den Schwellenländer die Hinderungsgründe für die Anhebung der Zinsen und damit endlich die Erreichung eines wirtschaftlichen Normalzustandes sind, sondern die damit geschaffenen unendlich großen Geschäftsmöglichkeiten des Investmentbankings, deren Vertreter letztlich in allen wesentlichen Funktionen der Wirtschaft weltweit sitzen und auch noch die Regierungen dieser Welt beraten. Siehe  auch hierzu den Beitrag “FED-Investmentbank” vom 18.9.2015.

Investmentbanking ist vergleichbar mit Rauschgift, welches süchtig macht. Einmal einen großen Ertrag mit Hilfe komplexer Finanzstrukturen zu Lasten vieler Anleger eingefahren, macht es nach mehr und nach mehr  süchtig und wen wundert es, wenn dann solche kriminellen Affären dabei herauskommen bzw. herausgekommen sind.

Dieses Segment zu regulieren ist aufgrund der schieren Komplexität einfach unmöglich und gehört schlichtweg verboten. Hier bewege ich mich als einsamer Rufer in der Wüste, zumal die Lobbyisten dieser Banksparte sehr zahlreich und kapitalstark sind und dabei auf die Unkenntnis der Regierenden bauen.

20. September 2015

Elmar Emde

Autor des Buches “Die strukturierte Ausbeutung”

Siehe auch http://www.emde-fiveko.de

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