8 Comments

  1. Peter Brors

    Zur “Life Forestry Switzerland AG” findet man eine Vielzahl negativer Bewertungen, auch von renommierten Medien für Anlegerschutz und Finanzen. So z.B. bei der Schweizer ktipp, ARD Börse, den Verbraucherzentralen und FINANZTEST von Stiftung Warentest.
    Hauptkritikpunkte sind insbesondere nicht ausreichende Transparenz bei den Rücklagen für 20 Jahre Bewirtschaftung, fehlende Risikohinweise und der fehlende track record. D.h. das Unternehmen muss ja erst in 10 Jahren beweisen, dass ihre hohen Ertragsprognosen auch eintreffen. Bis dahin kann es weiterhin intensiv werben und ggf. das Geld veruntreuen, wie bei x-anderen Teak-Investmentfirmen. Auch sonst stimmt mich vieles extrem kritisch:
    2006 ging die Schweizer Prime Forestry Switzerland AG in Konkurs. Danach kam heraus, das Rücklagen nicht existierten und die Flächen großteils ungeeignet waren. Kurz danach startete die Life Forestry Switzerland AG. Deren Eigentümer sind unbekannt! Der Life Forestry Forstdirektor Diego Lopez jedoch war vorher mehrjährig leitend bei Prime Forestry aktiv.

    Die renommierte Regenwald NGO Oroverde hat eine Analyse zur wirtschaftlichen Bewertung von Teakinvestments durchführen lassen, siehe http://www.regenwald-schuetzen.org/projekte-national/waldinvestments/waldinvestment-hintergrund-downloads.html
    Demnach müsste für eine Rendite von 8 Prozent der Preis unter 8000 Euro je Hektar liegen. Life Forestry verlangt jedoch gleich mehrere hundert Prozent mehr! Eine Rendite ist daher fast unmöglich.
    Ohnehin sind Zwanzigjahres-Investments von durch intransparente Schweizer AGs mit fragwürdigen Führungspersonal im hoch korrupten und bei Investorenschutz miserabel bewerten Ecuador viel zu risikoreich. Wer so etwas macht kann gleich Geldanlage am Roulettetisch versuchen, mit zudem besseren Chancen.

  2. M G K

    Auch ich hatte schon das zweifelhafte Vergnügen mit genau dem selben Anwalt von Life Forestry. Bei uns ging es damals um die Rückabwicklung der Baumkäufe, da unsererseit ernsthafte Zweifel an der Seriösität von Life Forestry aufgekommen waren.
    Nach Aussagen der Kanzlei, an die wir uns schlussendlich wandten (Witt Rechtsanwälte) bestand für uns nach wie vor ein Widerrufsrecht, da Life Forestry es jahrelang versäumt hatte, seinen Kunden ein Widerrufsrecht einzuräumen (siehe auch: http://www.witt-rechtsanwaelte.de/themengebiete/life-forestry-switzerland-ag/life-forestry-switzerland-ag.html). Natürlich war die Gegenseite nicht bereit, das einzugestehen, kam uns allerdings nach und nach entgegen, mutmaßich um einen Prozess zu vermeiden. Am Ende erhielten wir außergerichtlich einen Großteil der Gelder zurück und jede Seite blieb auf ihren eigenen Anwaltskosten sitzen.
    Interessant hieran ist auch, dass der Herr Anwalt Haßdenteufel doch am Ende tatsächlich noch versuchte, uns eine Verschwiegenheitsvereinbarung (wohlgemerkt unabgesprochen!!!) unterzujubeln, welche er nach unserer Unterzeichnung noch handschriftlich hinzufügte! Dies wurde von unserer Seite jedoch abgelehnt, weswegen ich mir die Freiheit nehme, hier davon zu berichten.

    • M G K

      Update: Im Nachgang zu diesem Kommentar erhielt ich am 28.03.2017 ein Schreiben von Life Forestry: Der Geschäftsführer Lambert Liesenberg gab sich doch tatsächlich die Blöße, meinen vermeintlichen Verstoß gegen die angebliche Verschwiegenheitsvereinbarung anzumahnen, nicht ohne mir gnädigerweise aber immerhin noch die Möglichkeit einzuräumen, den Kommentar binnen zwei Tagen zu löschen und so juristische Maßnahmen zu vermeiden. Obwohl ich in meinem Kommentar also ausdrücklich auf das Nicht-Zustandekommen einer Verschwiegenheitsvereinbarung hingewiesen hatte, hielt es Life Forestry anscheinend nicht für notwendig, den Sachverhalt klären zu lassen. Stattdessen der Brüller: Herr Liesenberg ließ sich doch tatsächlich dazu hinreißen, in erwähntem Schreiben mit der Behauptung zu bluffen, mein Kommentar sei “auch nach Rücksprache” mit meiner Rechtsanwaltskanzlei (Witt Rechtsanwälte) nicht zulässig. Nachdem ich ihm in Antwort darauf noch einmal mitteilte, dass eine Verschwiegenheitsvereinbarung nicht existiert, bekam ich einige Tage später eine Mail von Herrn Liesenberg gerichtet an die Kanzlei Witt Rechtsanwälte weitergeleitet: Man möge mich doch bitte auf die Wirksamkeit der Verschwiegenheitsvereinbarung hinweisen und ihm eine Kopie dieser Belehrung an mich zukommen zu lassen. Herr Liesenberg scheint die Anwaltskanzlei der gegnerischen Seite für seinen persönlichen und noch dazu kostenlosen Dienstleister zu halten! Ja ne, ist klar: Wenn die Kanzlei Witt ihm unüberlegt diesen Gefallen getan hätte, läge Herrn Liesenberg jetzt quasi ein Eingeständnis unserer Seite vor, dass eine Verschwiegenheitsvereinbarung sehr wohl existiert. Ein Schelm wer Böses dabei denkt.
      Aber Herr Liesenberg, lassen Sie sich sagen: Es gibt seriöse und es gibt unseriöse Anwälte. Die einen stehen zu Ihren Mandanten und die anderen krakeln handschriftlich Verschwiegenheitsvereinbarungen auf bereits unterschriebene Verträge.

  3. Die deutsche Finanzaufsichtsbehörde BaFin hat der “Life Forestry Switzerland AG” “das öffentliche Angebot der Vermögensanlage mit der Bezeichnung „Teakinvestment” untersagt”, siehe
    https://www.bafin.de/SharedDocs/Veroeffentlichungen/DE/Verbrauchermitteilung/unerlaubte/2018/meldung_181017_Life_Forestry_Switzerland.html

    Anscheinend ignoriert Life Forestry dies, wirbt z.B. massivst weiter für ihre Euro-Angebote (obwohl Schweizer Unternehmen) über Adwords. Beim Unterlagenabforderungsformular ist klein geschrieben vorangeklickt (!) der Satz “Ich nehme die Prospektpflicht zur Kenntnis”. Wenn man darauf klickt, steht dort u.a. in den klein geschriebenen längeren Ausführungen:
    “Der Interessent bestätigt, dass er keinen Wohnsitz in Deutschland hat. Bei einer gegebenenfalls gennanten Adresse aus Deutschland handelt es sich lediglich um eine Korrespondenzadresse und nicht um die Wohnsitzadresse des Interessenten.”
    Ich halte das extrem verlogen, klickt doch kaum ein Interessent auf die Prospektpflicht-Ausführungen zur Prospektpflicht.

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